
Sie sind unübersehbar geworden: bunte Mülltüten, zum Teil prallvoll mit Katzenstreu und manchmal mit Essensresten, liegen am Straßenrand zwischen Urbar und Simmern und von Simmern nach Neuhäusel, sowie an der Straße zum und auf dem Mallendarer Berg, und neuerdings gar entlang der Göthestr in Vallendar runter in die Stadt, auf dem Bürgersteig.
Aber auch Getränkedosen, Verpackungen von Fastfoodketten und Babywindeln werden aus Autofenstern geworfen und landen auf der Straße oder im angrenzenden Gebüsch.
„Das ist nicht mehr hinnehmbar“, stellt Klemens Hundelshausen aus Simmern kopfschüttelnd fest. Seit Jahren wird an dieser Strecke in zunehmender Menge Müll aus Autos geworfen.
Die vielen bunten 35 Liter Haushaltsmülltüten scheinen allerdings aber von einer Person zu stammen.
Die Tüten sind neben Weiß oft Gelb, Rosa, Lila und Orange.
Immer wieder sind es diese Tüten mit Hinterlassenschaften von Katzen und Resten von Nahrungsmitteln, die periodisch auftauchen.
Dadurch wird nicht nur die Umwelt verschandelt. Die illegale Müllentsorgung in dieser Form stellt auch eine Verkehrsgefährdung war. Wild- und Haustiere werden von Speiseresten angelockt.
Sie fressen diese dann an und auf der Straße. So werden regelmäßig Dachse, Wildschweine und Füchse, aber auch Hauskatzen auf dem Asphalt entdeckt und – manchmal überfahren. Das Skelett eines Fuchses liegt nicht zufällig seit vielen Monaten am Straßenrand.
Versucht ein PKW Fahrer einem Tier auszuweichen oder erschrickt bei dessen Auftauchen auf der kurvigen Straße kann es leicht zu Unfällen kommen.

Dazu kommt, das aufgerissene Tüten durch das darin befindliche Katzenstreu, in Verbindung mit Regen, die Straßen für Fahrrad- und Motorradfahrer, und an der Göthestraße in Valllendar auch für Fußgänger, rutschig machen.

„Wird eine illegale Müllentsorgung entdeckt und kann ein Verursacher durch Zeugen oder auf anderem Wege ausfindig gemacht werden, wird unmittelbar Anzeige erstattet.“ stellt ein Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Vallendar fest.
Frau Küsel, Ortsbürgermeisterin von Urbar ergänzt: „als Ortsbürgermeisterin von Urbar ist diese Art der Verschmutzung für mich ein Dorn im Auge: Verkehrsgefährdung, Umweltbelastung, Gefährdung von Mensch und Tier, Kosten für Müllentsorgung – das ist nicht hinnehmbar!“
Fotos und Text: Klemens Hundelshausen
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