Text Rettet erneuerbare Energien

Schreibe eine Mail an … Rette die Energiewende! Eine Aktion von Campact

Katherina Reiche holt aus zum K.-o.-Schlag gegen die Erneuerbaren. Seit Monaten bastelt die CDU-Wirtschafts­ministerin an Gesetzen, um die Energiewende aufzuhalten.[1] Jetzt sollen sie durchs Kabinett. Gelingt das, drohen der Einbruch von Wind- und Solarenergie[2], langfristige Abhängigkeiten von autoritären Regimen[3] und horrende Kosten für Verbraucher*innen[4] – während die fossile Lobby jubelt.
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch will Reiches Pläne nicht mittragen.[5] Denn die würden Erneuerbaren-Projekten die Planungssicherheit nehmen und den Solarboom auf Hausdächern stoppen. Im Kabinett stellen sich bislang auch die SPD-Parteivorstände Lars Klingbeil und Bärbel Bas sowie Umweltminister Carsten Schneider gegen die Gesetzesentwürfe.[6] Deshalb wurde die Entscheidung schon mehrfach verschoben.[7]
Ob die SPD stabil bleibt, ist offen. Die Union ist der deutlich größere Koalitionspartner. Die SPD-Spitze muss immer wieder neu abwägen, wofür sie sich stark macht. Und die Zeit drängt: Reiche will die Gesetze noch vor dem Sommer durchs Kabinett peitschen.[8] Deswegen wollen wir ihr sagen, was wir Wähler*innen wollen – ganz direkt.
Mit einer kurzen, persönlich formulierten Mail erreichen wir Klingbeil, Bas, Miersch und Schneider noch rechtzeitig in ihren Bundestagsbüros oder im Ministerium. Bitte mach mit! Lass sie wissen: Ihr Einsatz für die Erneuerbaren darf jetzt nicht wegbrechen, sie müssen die schlimmsten Vorhaben von Katherina Reiche verhindern. Dafür musst Du kein*e Expert*in sein. Falls Du doch ein bisschen tiefer einsteigen willst, haben wir auch noch die wichtigsten Hintergrundinfos für Dich zusammengestellt.
So einfach geht’s:
Der Button leitet Dich zu den Kontaktdaten von einer*einem führenden SPD-Politiker*in.  Außerdem erhältst Du Hintergrundinfos zu Reiches aktuellen Gesetzesentwürfen und zur Haltung der SPD. Formuliere eine persönliche Mail. Deinen Namen und Betreff nicht vergessen und absenden!
Tausende Nachrichten kurz vor der Abstimmung zeigen der SPD: Die Menschen wollen die Energiewende – und sie schauen genau hin, wer sie verteidigt.
Jahrelang kam der Ausbau der Erneuerbaren nur schleppend voran[9] – nun trauen sich Unternehmen und Privatleute endlich einzusteigen. Vom Balkonkraftwerk bis hin zu gewaltigen Windparks: Die Energiewende nimmt Fahrt auf.[10] Ausgerechnet jetzt will Reiche die Förderung für neue Solaranlagen auf Hausdächern streichen.[11] Windkraft­betreiber*innen will sie die Kosten aufbürden, wenn ihr Strom wegen fehlender Leitungen nicht ins Netz fließt. Das macht neue Anlagen unrentabel.[12]
697.082 Menschen haben den Appell gegen Reiches Vorhaben unterzeichnet. Mehr als 80.000 sind für die Energiewende auf die Straße gegangen.[13] Tausende formten in Nordrhein-Westfalen, wo Reiche sechs Gaskraftwerke plant, das größte menschliche Windrad der Welt.[14] Der massive Protest zeigt: Reiches Politik dient den großen Energiekonzernen – nicht uns Bürger*innen. Inzwischen gibt es weitere Kritik aus Wissenschaft[15], von Unternehmen[16] und sogar aus der Union[17].
Wenn die SPD mitbekommt, dass sich Tausende Bürger*innen persönlich an sie wenden, macht das Eindruck und ihre Spitze merkt: Bei diesem Thema darf sie nicht nachgeben. Du kannst in Deiner Mail erklären, warum Dir die Energiewende wichtig ist – oder einfach verlangen: Lassen Sie Reiche mit ihren Plänen nicht durchkommen! Über den Button bekommst Du mehr Hintergründe und eine passende Mailadresse. Schreib jetzt an die SPD-Führung.
Herzliche Grüße
Verena Kraß, Campaignerin
PS: Besonders umstritten an Reiches Gesetzespaket ist der sogenannte Redispatch-Vorbehalt, mit dem Reiche Erneuerbaren-Projekten die zuverlässige Vergütung vorenthalten will.[12] Gerade hat sie erstmals eingeräumt, hier auch für Alternativen offen zu sein[18] – der Protest wirkt. Schicke jetzt Deine Botschaft an die SPD!

[1] „Neues Gesetz von Reiche. Baustopp für Wind und Solar – bis zu zehn Jahre lang“, t-online, 10. Februar 2026
[2] „Studie: Reiches Netzpaket bedroht Ausbau von Wind- und Solarenergie. 32 GW Wind- und Solarleistung und 45 Mrd. Euro Investitionen in Gefahr“, IWR (Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien), 26. März 2026
[3] „Abhängigkeit als Waffe. Wie fossile Energien Europas Sicherheit gefährden – und was dagegen zu tun ist“, Blätter für deutsche und internationale Politik, Januar 2026
[4] „Studien zur Energiewende: Erneuerbare billiger als Gas“, Tagesschau Online, 15. September 2025
[5] „Koalitions-Zoff: Streit um Erneuerbare Energien“, BR24 Online, 25. April 2026
[6] „SPD sieht Einschränkung von erneuerbaren Energien: Klingbeil und Schneider haben Vorbehalte gegen Energiegesetze von Reiche“, Tagesspiegel Online, 16. April 2026
[7] „Kabinettbeschluss zu EEG und Netzpaket erneut geschoben“, Tagesspiegel Background Online, 1. Juni 2026
[8] „Kontroverse Reformen. Reiche zu Energiegesetzen: Kabinett muss vor Sommerpause zustimmen“, NTV Online, 10. Juni 2026
[9] „80 Prozent Erneuerbare in acht Jahren: Fünf Gründe, warum die Energiewende nicht klappt“, Handelsblatt Online, 21. November 2022
[10] „Energiewende in Deutschland: Erneuerbare erreichen Rekord-Anteil“, Taz Online, 17. Dezember 2024
[11] „Reiche will Vergütung für kleine PV-Anlagen streichen“, Handelsblatt Online, 27. Februar 2026
[12] „‚Fahrlässigkeit‘: Heftige Kritik an Reiches Energiepolitik“, Frankfurter Rundschau Online, 11. Juni 2026
[13] „Etwa 80.000 bei Demos für Erneuerbare Energien in Hamburg, Köln, Berlin und München“, Deutschlandfunk Online, 20. April 2026
[14] „Klimademo: Tausende Menschen demonstrieren in Westfalen gegen neue Gaskraftwerke“, Die Zeit Online, 30. Mai 2026
[15] „Reiches Pläne müssten eigentlich ,Investitionsbremsegesetz’ heißen“, Spiegel Online, 17. Mai 2026
[16] „‚Sprechzettelministerin‘ Reiche: Warum sich die Industrie Habeck zurückwünscht“, Frankfurter Rundschau Online, 28. April 2026
[17] „KlimaUnion: Unbequem für eine ‚bessere‘ Klimapolitik“, Table.Media, 11. Mai 2026
[18] „Reiche zeigt erstmals Kompromissbereitschaft beim Redispatch-Vorbehalt“, Tagesspiegel Background Energie & Klima, 11. Juni 2026

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